Die Rechte der indigenen Völker in Kolumbien
(eine rechtswissenschaftliche Dissertation, versehen mit einem persönlichen Erlebnisbericht des Autors und einem Vorwort von
Prof. Prof. h.c. Dr. Wolf Paul)

von Frank Semper
ISBN 3-9805953-7-4
400
Seiten, EUR 55,00
SEBRA-Verlag 2003


Weitere Pressestimmen:

  • Kolumbien findet sich in der deutschsprachigen Literatur nur als Marginalie, seine Indigenen werden hierzulande kaum wahrgenommen. Frank Semper ist so etwas wie der Pfadfinder dieses Landes, dieser Völker in Deutschland. Mit Nah Dran Kolumbien und Tor zum Amazonas hat er bereits zwei Bücher zur Region vorgelegt. Das zeigt die ernsthafte und andauernde Beschäftigung Sempers mit "seinem" Thema. Mit seinem neuen Buch geht er nun gründlicher in die Tiefe und untersucht am Beispiel Kolumbien die Rechtssituation und Lebenswirklichkeit der Indigenen. Kleingedruckt erfährt man, daß die Arbeit gleichzeitig an der Frankfurter Universität als Dissertation eingereicht wurde - man darf den Autor also auch zum "Dr. jur" beglückwünschen! Verständlich, daß er den Band Völkerrechtlern, Ethnologen und Lateinamerikanisten empfiehlt. Die Ressonanz der Fachpresse zeigt, daß mit diesem Werk eine Lücke geschlossen wurde und überschüttet es mit Lob.
    Doch der Autor wendet sich auch an die breite Leserschaft - das ist löblich und ich wünsche ihm und seinem Buch viele Leser, doch ist das mehr als ein frommer Wunsch? Es verlangt einiges an Durchhaltevermögen, man muß es sich erarbeiten. Erleichtert wird dies, weil Semper selbst Reisender und Reiseschriftsteller ist. Er geht aus vom selbst Erlebten und hält sich nah an der Lebenswirklichkeit. Auf 12 Seiten schildert er seine Begegnungen mit den Indianern Kolumbiens: "Denn es ist mir ernst damit, dieses außerordentlich wichtige Thema - die Indigenen in Kolumbien sind vielerorts in ihrfer Existenz bedroht - nicht allein der Fachdiskussion zu überlassen. Bisherige Quintessenz eines langen Reiselebens, das mich durch ale Länder Lateinamerikas, viele asiatische und afrikanische Länder geführt hat. Kolumbien ist eines der wirklich noch geheimnisvollen und aufregenden (nicht unbedingt gleichzusetzen mit gefährlich) Orte auf diesem Planeten, ein Land, dem ich mich immer wieder mit großer Begeisterung nähere." Für ernsthafte Kolumbienreisende, für jeden, der sich für die indigenen Völker Lateinamerika interessiert, wird seine Lektüre ein Gewinn sein.
    Der Trotter, Forum der Deutschen Zentrale für Globetrotter e.V.

  • Bin auf Ihr wunderbares Buch über die Rechte der indigenen Völker Kolumbiens gestoßen, und möchte gleich meine Anerkennung und meinen aufrichtigen - akademischen - Dank für die Auffüllung dieser literarischen Lücke aussprechen. Ich kenne im wahrsten Sinne des Wortes ca. hundert Beiträge und Bücher, die die Indianerrechte Kolumbiens behandeln, doch nirgends wird in voller Breite die gesamte Rechtssituation der kolumbianischen Indianer abgedeckt, so wie eben in Ihrem Buch. Denken Sie so rasch wie möglich an die Herausgabe einer spanischsprachigen Version, am besten in Kolumbien selbst."
    Rechtsprofessor Dr. René Kuppe von der Universität Wien

  • Deutschsprachige Publikationen zum Thema indigene Rechte sind bisher Mangelware. Von daher ist das Erscheinen dieses Buches ein Glücksfall. Zwar konzentriert sich die Analyse Sempers auf die indianischen Völker Kolumbiens und der geschichtlichen Entwicklung der Indigenenpolitik dort, jedoch vergleicht er sie auch häufiger mit der Situation indianischer Völker in anderen Ländern Lateinamerikas. Seine Auseinandersetzung mit der Indigenen-Frage in der kolumbianischen Verfassung von 1991 ist sehr detailliert. Anhand von zwei Fällen untersucht Semper, inwieweit das rechtliche Instrumentarium ausreicht, um das Überleben der indigenen Völker zu sichern. Denn auch am Ende der indigenistischen Bevormundungspolitik kann man heute beobachten, daß die indianischen Autonomieforderungen den politischen Willen des Staates reduzieren, die Rechte dieser Völker zu verteidigen. Abschließend reflektiert Semper die Rechte indianischer Völker in Kolumbien im Hinblick auf internationale Menschenrechtskonventionen. Der Teil "Begegnungen mit den Indianern in Kolumbien" verrät übrigens, daß Semper auch Autor von mehreren Reisebüchern ist.
    Bücher zu Lateinamerika Neuerscheinungen 2003/2004
    Edition DER ANDERE BUCHLADEN - ila Informationsstelle Lateinamerika

  • Der Verfasser ist als erfahrener Kolumbien-Kenner ausgewiesen durch einen spannenden Reisebericht (Tor zum Amazonas, 1999) sowie den bewährten, zusammen mit Hella Braune herausgegebenen Reiseführer (Kolumbien Reisekompass, 2. Aufl. 2001). Nunmehr widmet sich der gelernte Jurist in seiner Frankfurter Dissertation den rechtlichen und faktischen Problemen der kolumbianischen Indianerschutzpolitik, eine Themenstellung, die in dieser Form nur aufgrund seiner engen Vertrautheit mit dem Land sinnvoll bearbeitet werden konnte. Zur Illustration dient eine bebilderte Einlage, in der er über seine wiederholten Besuche bei verschiedenen kolumbianischen Indianergemeinschaften berichtet. Heute leben noch ca. 600 000 Indianer in Kolumbien, die weniger als 2 % der Gesamtbevölkerung ausmachen, denen aber die offizielle Gesetzgebung ca. 25 % der staatlichen Landfläche zuspricht. Eine eingehende Darstellung der vielfältigen – über 80 – indianischen Ethnien und ihren ganz unterschiedlichen sozio-kulturellen Strukturen bildet die Grundlage der folgenden Untersuchung. Zuvor stellt der Verfasser sein Thema einleitend in den geschichtlichen und internationalen Zusammenhang und versucht auf diesem Hintergrund die grundlegenden Begriffe zu klären. Die neuere kolumbianische Gesetzgebung knüpft nicht wie andere Rechtsordnungen an den Begriff des „Indio“ oder „Indígena“ als persönlichen Statuts an, sondern wählt die „indigene Gemeinschaft“ zum Ausgangspunkt. Demgegenüber hält der Verfasser den Begriff der „indigenen Völker“ für eher geeignet, der vielschichtigen Realität gerecht zu werden, auch wenn die völkerrechtlichen Implikationen dieser Terminologie noch nicht befriedigend geklärt erscheinen.


    Mit seinem Buch hat Frank Semper
    eine umfassende und kompetente Darstellung
    des kolumbianischen Indigenenschutzrechts vorgelegt.



    Der Hauptteil der Arbeit enthält eine detaillierte Übersicht über die Indigenen-Gesetzgebung seit der Unabhängigkeit Kolumbiens bis zur geltenden Verfassung von 1991 sowie eine eingehende Analyse der einschlägigen Verfassungsbestimmungen. Die ältere Gesetzgebung bestand nach der Feststellung des Verfasser aus einem Konglomerat widersprüchlicher Regelungen, die einerseits nach dem kolonialen Modell einer Sondergesetzgebung für die Indigenen gestaltet, anderseits auf deren Integration in die nationale Gesellschaft angelegt waren. Mit der Verfassung von 1991 wurde dagegen ein einheitlicher rechtlicher Rahmen geschaffen, der die Rechte der indigenen Völker in ihren unterschiedlichen Aspekten umfaßt und deren konkrete Postulate sich zu einer authentischen "Indigenenverfassung" zusammenfügen (im Anhang in spanischer und deutscher Sprache abgedruckt). Ausgehend von der Grundnorm des Art. 7, der die ethnische und kulturelle Vielfalt der kolumbianischen Nation betont, erörtert der Verfasser die einzelnen territorialen, administrativen, sozialen und finanziellen Gewährleistungen der indigenen Rechte in der Verfassung, ihre gesetzliche Konkretisierung und ihre Auslegung durch die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs (zu dessen Bedeutung im politischen Spektrum Kolumbiens siehe Springer, VRÜ 2003, 324 ff.) in über 30 Leitentscheidungen. Die inhaltlich reiche und gründlich recherchierte Darstellung leidet etwas unter der unübersichtlichen Dezimalgliederung mit ihren bis zu 7 Untergliederungen. Von besonderem Interesse ist dabei der Abschnitt über die indigene Sondergerichtsbarkeit, die in Art. 246 der Verfassung ausdrücklich anerkannt wird und deren Verhältnis zum allgemeinen Rechtssystem zahlreiche methodische und praktische Fragen aufwirft (siehe dazu auch die neuere Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs vom 25.10.2001, T
    Diese Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Schutzstandard und der praktischen Durchsetzung kennzeichnet auch den abschließenden Teil der Untersuchung, der das kolumbianische Indigenenrecht unter dem kritischen Aspekt der internationalen Menschenrechtskonventionen überprüft. Im Vordergrund stehen dabei der Pakt über bürgerliche und politische Rechte (1966), der Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (1966), das Übereinkommen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung (1966), die Völkermordkonvention (1948) sowie die Konvention Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation zum Schutz der indigenen Völker (1989). Jeder dieser internationalen Verträge, die alle von Kolumbien ratifiziert sind und damit dem einfachen Gesetzesrecht vorgehen (Art. 93 Verf.), wird vom Verfasser eingehend hinsichtlich seiner rechtlichen Garantien zugunsten der Indigenen, seiner Schutzmechanismen und seiner tatsächlichen Bedeutung untersucht. Im deutlichen Kontrast zu den rechtlichen Standards der Konventionen sieht er dabei die Menschenrechtssituation in Kolumbien "geprägt von der schweren und systematischen Verletzung elementarer Menschenrechtsnormen", wie er dies detailliert für den Bereich der indigenen Völker belegt. Die zum Schutz der Menschenrechte geschaffenen staatlichen Institutionen in Kolumbien erweisen sich demgegenüber in ihrer derzeitigen Form als unzureichend. An diesem Punkt berührt sich die Arbeit mit einer gerade erschienenen Untersuchung, die für den mittelamerikanischen Raum zu ähnlichen Ergebnissen gelangt (Christine Binder, Die Landrechte indigener Völker unter besonderer Bezugnahme auf Mexiko und Nicaragua, 2004). Was die Situation in Kolumbien als besonders ausweglos erscheinen lässt, ist die – vom kolumbianischen Gesetzgeber selbst anerkannte – Bürgerkriegssituation, in der die indigenen Völker zwischen die Fronten der kämpfenden Parteien geraten.
    Mit seinem Buch hat Frank Semper eine umfassende und kompetente Darstellung des kolumbianischen Indigenenschutzrechts vorgelegt. Die Wirksamkeit des von ihm beschriebenen Rechtsinstrumentariums beurteilt er eher skeptisch. Man spürt aber das unbedingte Engagement des Autors, dem die konkrete Verbesserung dieser Situation ein wesentliches Anliegen ist.
    Jürgen Samtleben, Hamburg
    Verfassung und Recht in Übersee, 2/2004

  • Dr. Jürgen Samtleben, langjähriger Lateinamerika-Referent am Max Planck-Institut
    für Ausländisches und Internationales Privatrecht in Hamburg.



  • Reseña [Los derechos de los pueblos indígenas
    en Colombia]

    El autor es conocido como experimentado conocedor de Colombia en su emocionante informe de viaje (Tor zum Amazonas, 1999) y en la probada guía para turistas editada juntamente con Hella Braune (Kolumbien Reisekompass, 2a.ed 2001). Ahora este autor de formación jurídica se ocupa en su tesis de doctorado presentada en la Universidad de Fráncfort del Main de los problemas jurídicos y fácticos de la política colombiana de protección indígena, un planteamiento que ha podido ser bien elaborado gracias a su estrecha familiaridad con el país. De ilustración sirve un anexo con fotos donde él informa sobre sus repetidas visitas a diversas comunidades indígenas en Colombia. Actualmente viven unos 600.000 indígenas en ente país, representado menos de 2% de la población total pero a los que la legislación oficial asigna aprox. un 25% de la superficie del Estado. Una exposición detallada de las múltiples etnias indígenas – más de 80 – y de su totalmente diferentes estructuras socioculturales constituye la base de la investigación subsiguente. En la introducción, el autor sitúa primero su tema dentro del contexto histórico e internacional, tratando de explicar ante ese transfondo los conceptos fundamentales. La nueva legislación colombiana no enlaza como otros ordenamientos jurídicos con el concepto de »indío« o »indígena« como estatuto personal, sino que elige como punto de partida el de »comunidad indígena«. Frente a él, el autor considera el concepto de »pueblos indígenas« como mas adecuado para responder a la múltiple realidad, aun cuando las implicaciones de índole jurídica internacional no parezcan estar aún satisfactoriamente aclaradas.
    La parte central del trabajo contiene una detallada sinopsis de la legislación sobre los indígenas desde la independencia de Colombia hasta la actual Constitución vigente desde 1991, así como un análisis detenido de las determinaciones constitutionales pertinentes. La legislación más antigua constaba en la opinión del autor de un conglomerado de regulaciones contradictorias que, por un lado, obedecían al modelo colombiano de una legislación especial para los indígenas y, por otro, estaban orientadas a su integración en la sociedad nacional. Con la Constitución de 1991 se creó por el contrario un marco unitario jurídico que comprende los derechos de los pueblos indígenas en sus diferentes aspectos y en el que sus postulados concretos están reunidos dendro de una auténtica »constitución indígena« (en el anexo se pueden leer en español y alemán). Partiendo de la norma fundamental del Art. 7 que acentúa la pluralidad étnica y cultural de la nación colombiana, el autor estudia las diversas garantías territoriales, administrativas, sociales y financieras de los derechos indígenas en la Constitución, su concretización legal y su interpretación a través de la jurisprudencia de la corte constitucional (sobre su importancia dentro del espectro politico de Colombia vid.Springer; VRÜ 2003, 324 sigs.) en más de 30 fallos guía La exposición, rica en contenido y fruta de una investigación sistemática, sufre algo bajo la inabarcable división decimal que llega hasta siete subdivisiones. De especial interés es el apartado sobre la jurisprudencia especial indígena, que está reconocida expresamente en el Art. 246 de la Constitución y cuya relación con el sistema jurídico general plantea numerosas cuestiones de indole metódica y práctica (véase al respecto tambien el reciente fallo de la corte constitucional del 25-10-2001, T-1127, Foro Colombiano 66,203) La impresionante presentación de la constitución colombiana sobre los indígenas contrasta sin embargo con la repetida constatación del autor de que la praxis queda repetidamente muy por debajo de sus exigencias y de las regulaciones legales contenidas en ella.


    Con su libro ha presentado Frank Semper una amplia
    y competente exposición del derecho colombiano
    de protección de los indígenas. La efectividad del instrumento jurídico descrito por él la enjuicia él mas bien con escepticismo. Pero se siente el incondicional compromiso del autor
    para quien la mejora concreta de esta situación
    es un asunto esencial.


    Esta discrepancia entre el estándar de protección jurídica y la realización práctica, caracteriza también la parte final de la investigación que examina el derecho indígena colombiano bajo el aspecto crítico de las convenciones internacioneles de derechos humanos. Aquí se hallan en primer plano el Pacto sobre Derechos Políticos y del Ciudadano (1966), el Pacto sobre Derechos Económicos, Sociales y Culturales (1966), el acuerdo sobre la Eliminación de la Discriminación Racial (1966), la Convención sobre Genocidio (1948) así como la Convención 169 de la Organización Internacional del Trabajo para Protección de los Pueblos Indígenas (1989). Cada uno de estos tratados internacionales, todos ellos ratificados por Colombia y en consecuencia previstos en el derecho legal ordinario, son estudiados por el autor con miras a sus garantías jurídicas respecto a los indígenas, a sus mecanismos de protección y a su importancia real. En claro contraste con los estándares jurídicos de las convenciones ve el la situación de los derechos humanos en Colombia »marcada por la grave sistemática violación de normas elementales de derechos humanos«, tal como demuestra al detalle para el ámbito de los pueblos indígenas. Las instituciones estatales colombianas creadas para la protección de los derechos humanos demuestran ser frente a ello insuficientes en su actual forma. En este punto, el trabajo roza con una investigación que acaba de publicarse y que llega a resultados parecidos en la región centroamericana (Christine Binder, Die Landrechte indigener Völker unter besonderer Bezugnahme auf Mexiko und Nicaragua, 2004).
    Lo que hace que la situación en Colombia se presente tan dificil de solución es la situación de guerra civil – reconocido incluso por el ligislador colombiano – en la que los pueblos indígenas caen entre los frentes de los partidos beligerantes.
    Con su libro ha presentado Frank Semper una amplia y competente exposición del derecho colombiano de protección de los indígenas. La efectividad del instrumento jurídico descrito por él la enjuicia él mas bien con escepticismo. Pero se siente el incondicional compromiso del autor para quien la mejora concreta de esta situación es un asunto esencial.
    Reseña aus Diálogo Científico
    Rev. Semestral de Investigaciones Alemanas sobre Sociedad, Derecho y Economía. Centro de Comunicación Científica con Ibero-América (CCC), Tubinga (Tübingen) Die Besprechung von Dr. Jürgen Samtleben ist auf Deutsch in »Verfassung und Recht in Übersee« erschienen.


  • Frank Semper: Die Rechte der indigenen Völker in Kolumbien. Hamburg: SEBRA-Verlag 2003, 382 páginas.

    El estudio resulta ser una tesis de dectorado en jurisprudencia y examina de manera rigurosa y exhaustiva la tesis colombiana e internacional sobre los derechos de de los indígenas, además de una análisis de los consecuencias que esa legislación tiene en la realidad para los indígenas.
    La expresión »pueblos indígenas« que se usa en el título de la obra es solamente una de las varios usados para denominar a los indios, las comunidades indígenas, la población originaria, etc. El término »comunidad indígena« es usado por la Constitución de Colombia mientras el derecho internacional maneja toda una serie de términos como »minorías étnicas«, »poblaciones indígenas« o »pueblos indígenas«. Como ampliamente demuestra Semper, la confusión terminológica es en parte resultado de los conceptos políticos, jurídicos y sociales que cambiaron en el curso de la historia. El autor dedica un amplio capítulo a la historia de las políticas frente a los indígenas y los conceptos ideológicos subyacentes en ellas, desde la invención de la »república indígena« colonial, pasando por la política de Bolívar y la república liberal hasta los conceptos bastante avanzados de la Constitución política colombiana de 1991.
    Èsta es sometida, en el capítulo central y más extenso del libro, a un análisis sumamente detallado. De hecho, las garantías que la Constitución colombiana brinda a los indígenas no tiene parangón en el continente. Son reconocidos en ella los cabildos indígenas como autoridades, la justicia tradicional como jurisdicción especial en base a los costumbres tradicionales de los indígenas, y ante todo el derecho al territorio propio a través del concepto de los »resguardos indígenas«. Si bien el autor afirma la necesidad de todos estos derechos de los indígenas e incluso aboga por ampliar y precisarlos en muchos casos, no oculta la problemática inherente a casi todos los derechos especiales: el reto de su inserción en el sistema de derecho nacional basado en el principio de la igualidad de los derechos fundamentales de cada individuo. Los derechos que para las comunidades significan derechos de su colectividad, necesarios para defenderse frente a una cultura mayoritaria dominante, bien pueden significar restricciones o incluso violaciones de los derechos individuales de los miembros de dicha comunidad. Ejemplos que se han dado en Colombia son los castigos corporales, considerados como conformes con las tradiciones y valores indígenas, pero criticadas por algunas ONGs de derechos humanos; el alcance de las garantías jurídicas para los miembros de la comunidad que tienen que ser sometidos a ciertos límites si se quere hacer valer lo propio de la justicia indígena; o el castigo de la expulsión de la comunidad (que es el mayor castigo posible para la comunidad indígena) que no solo puede violar gravemente los derechos básicos del castigo, quitándole los medios de subsistencia. En este ejemplo se percibe también un limite conceptual de los derechos colectivos indígenas, poniendo a la persona afectada en una situación existencial liminal entre su identidad comunitaria y la de un ciudadano cualquiera.
    Son cuestiones jurídicas y éticas que no tienen soluciones fáciles, si es que tienen solución.

    Es uno de los méritos del libro de Semper presentar,
    por primera vez al público alemán, una descripción
    detallada de lo que se ha logrado en materia de derecho
    de los indígenas de Colombia.


    Semper, a diferencia de otros autores de simpatías ciegas con los pueblos indígenas, no omite ponerlas a debate, siguiendo las más veces las pautas trazadas por la Corte Constitucional colombiana. Esta, no cabe duda, ha desarrollado una jurisprudencia que interpreta las previsiones generales de la Constitución en terminos muy cercanos a los reclamos de los representantes de las comunidades indígenas, sentando modelos que todavia son tomados en cuenta poco fuera de Colombia. Es uno de los méritos del libro de Semper presentar, por primera vez al público alemán, una descripción detallada de lo que se ha logrado en materia de derecho de los indígenas de Colombia, junto con el debate político y jurídico acerca del tema.
    En la ùltima parte del libro el autor somete a un análisis la situación colombiana a la luz del derecho internacional de derechos humanos. En este marco existen, por una parte, los derechos humanos comunes a toda la humanidad y que pueden tener significados y alcances específicos para las comunidades indígenas, según sus condiciones de vida particulares. Por otro lado hay tambien una serie de normas internacionales especificas para los derechos de los indígenas. Si esas normas no tienen muchas »garras« todavia, es debido al mencionado problema de los »pueblos« indígenas que en los gobiernos causan el temor de que pueden reclamar una autonomía que ponga en peligro la unidad nacional. La legislación colombiana y su desarrollo por la Corte Constitucional han abierto muchos caminos para una autonomía de los comunidades indígenas que no pone en peligro la unidad nacional pero que es significativa e innovadora en muchos aspectos esenciales para la vida y el desarrollo de estas comunidades.
    Por supuesto, estas conquistas son muy relativas en un contexto de violencia que no respeta los derechos indígenas ni siquiera por parte de aquellos grupos que pretenden actuar tambien en nombre de ellos. Por otra parte, los intereses económicos en los recursos naturales y minerales de los resguardos indígenas llevan al mismo estado a interpretar los previsiones constitucionales de manera bastante más restrictiva que la de la Corte. Trágicamente, como también sucede en el caso de las comunidades negras, las mismas conquistas de derechos que hizo posible la Constitución de 1991 para las comunidades indígenas, las exponen hoy a la codicia particular de los grupos armados, vinculados con intereses económicos Semper no deja de señalar estos aspectos que, sin embargo, no quitan que el modelo colombiano de derechos indígenas pueda servir como ejemplo. Es una razón mas por qué el estudio de Semper merece la atención de más lectores.
    Rainer Huhle in Iberoamericana V,18 (2005)




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